Handy ins Wasser gefallen — was jetzt? Erste Hilfe in 5 Schritten
Schnelles Handeln entscheidet, ob Ihr Handy einen Wasserschaden überlebt. Die wichtigsten Sofortmaßnahmen — und was Sie auf keinen Fall tun sollten.
Sofort handeln — die ersten 60 Sekunden
Je schneller Sie reagieren, desto größer die Chance, dass Ihr Gerät den Wasserkontakt übersteht. Nehmen Sie das Handy sofort aus dem Wasser und schalten Sie es aus — auch wenn es scheinbar normal weiterläuft. Solange Strom fließt, können Kurzschlüsse die Platine dauerhaft beschädigen.
Entfernen Sie SIM-Karte und Speicherkarte, und tupfen Sie das Gerät außen mit einem Tuch trocken. Halten Sie das Handy dabei mit den Anschlüssen nach unten, damit kein Wasser tiefer eindringt.
Diese Fehler unbedingt vermeiden
Nicht laden! Das Anstecken eines nassen Geräts ist die häufigste Ursache für Totalschäden. Auch der berühmte Reis-Trick hilft nicht — Reis entzieht die Feuchtigkeit nicht aus dem Inneren, kostet aber wertvolle Zeit, in der Korrosion entsteht. Ebenfalls tabu: Föhn, Heizung oder Backofen. Hitze beschädigt Akku und Dichtungen zusätzlich.
Warum die Zeit gegen Sie arbeitet
Das eigentliche Problem beim Wasserschaden ist nicht das Wasser selbst, sondern die Korrosion: Mineralien und Salze greifen Kontakte und Leiterbahnen an — oft erst nach Tagen oder Wochen sichtbar. Deshalb kann ein Handy zunächst funktionieren und später plötzlich ausfallen.
In unserer Werkstatt wird das Gerät vollständig zerlegt, professionell gereinigt (Ultraschall) und getrocknet. Diese Behandlung dauert in der Regel 3 bis 5 Tage — eine seriöse Abkürzung gibt es hier nicht.
Was ist mit meinen Daten?
Lässt sich das Gerät wieder zum Laufen bringen, können wir in den meisten Fällen auch Ihre Fotos, Kontakte und Chats retten. Sprechen Sie uns direkt bei der Abgabe darauf an, wenn die Datenrettung Priorität hat.
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